Natürliche Haarpflege mit einer Wildschweinborstenbürste

Natürliche Haarpflege

Bei der natürlichen Haarpflege gibt es zwei Möglichkeiten um deine Kopfhaut zu reinigen. In diesem Blogartikel stelle ich dir das physikalische Reinigen deiner Kopfhaut und die Pflege deines Haares vor. Jeder einzelne Schritt baut auf dem anderen auf. Dies gibt dir Sicherheit und du entwickelst spielend deine natürliche beauty-routine für ein top gepflegtes und gesundes Haar.

Deine trockene , sprich ungewaschene, Kopfhaut wird mit einer Wildschweineborstenbürste von Staub, Schmutz und überschüssigem Talg befreit. Die harten Borsten verhelfen zudem zu einer gesunden Massage der Haut und regen den Blut- und Lymphfluss an. Das hilft die Nährstoffzufuhr deines Haares positiv zu beeinflussen und löst hartnäckigen Talg von der Haut ab. Bürstest du deine Haare zudem gegen die Wuchsrichtung, aktivierst du so den Haarbalgmuskel, ein gratis Powerworkout für mehr Volumen. Ist das nicht toll?!

Das richtige Werkzeug – Wildschweinborstenbürste

Bürsten mit 100% Wildschweinborsten unterstützen die ökologische Haar- und Kopfhautpflege bei langem und kurzem Haar. Da Wildschweinborsten von der Struktur her, dem menschlichen Haar am ähnlichsten sind, sollten nur solche Bürsten für die tägliche Haarpflege verwendet werden; denn nur sie haben die Eigenschaft, Schmutz von der Kopfhaut zu lösen, Fette aufzunehmen und in die Haarlängen zu transportieren. Nimm die Bürste, so wie auf dem Bild, fest in deine Hand. Bei einem guten Kammmacher gibt es für Links- und Rechtshänder, ergonomisch geformte Bürstenkörper.

Warum ist Bürsten so wichtig?

  • Es fördert die Durchblutung deiner Kopfhaut.
  • Salze & Fette werden von der Kopfhaut entfernt. Die Salze bleiben in der Bürste hängen, die Fette verteilen sich gleichmäßig, als natürlicher Schutz übers ganze Haar – eine natürliche Pflege für trockene und spröde Längen und Spitzen.
  • Der natürliche Kopfhautschutz (Mikrobiom) bleibt erhalten.
  • Die Talgdrüsentätigkeit wird normalisiert.
  • Schmutz & Staubpartikel werden von der Kopfhaut entfernt.
  • Gewebe um den Haarbalgmuskel wird stimuliert.
  • Abtransport von Stoffwechselschlacken heißt: bessere Zufuhr von Sauerstoff & Nährstoffen.

Gut zu wissen…

Wenn deine Haare durch das Bürsten zunächst schneller fettig werden, reguliert sich das bereits nach kurzer Zeit (4-8 Wochen) wieder von selbst.
Der Körper scheidet vor allem Nachts viele Stoffwechselprodukte über die Kopfhaut aus. Die dabei entstehende Feuchtigkeit (Schweiß) verdunstet sofort, toxische Stoffe sowie Mineralsalze bleiben auf der Kopfhaut liegen und belasten dort das Mikrobiom.
Wie jedes Salz, so ziehen auch diese Mineralsalze Feuchtigkeit an und binden sie. Der pH-Wert der Kopfhaut verändert sich, sie trocknet aus, manchmal produziert sie auch übermäßig viel Talg, um sich zu wehren.
Spannen der Kopfhaut, Kopfjucken sowie Schuppenbildung, schnelles Nachfetten und sogar Haarausfall können die Folge sein – jeder Mensch reagiert da anders.
Bei Schuppen hilft das Bürsten der Kopfhaut, sich von den abgestorbenen Zellschichten zu befreien.
Eine fette Kopfhaut wird sich beruhigen – die herausgebürsteten Fette wirken trockenem Haar & Spliss entgegen.

Hundert Bürstenstriche sollst du täglich deinen Haaren gönnen…“

Dieser Satz kannten schon unsere Urgrossmütter und in vielen Regionen nahm die Braut zur Aussteuer auch eine Wildschweineborstenbürste vom Kammmacher mit in die Ehe. Ein weiterer Brauch war, dass die junge Braut aus ihrem langen Haar, für ihren Angetrauten, ein Uhren- oder Armband flocht als Zeichen ihrer Verbundenheit mit ihm. Leider ist vieles über die natürliche Pflege der Haare und der Haut im Zuge der Industrialisierung in Vergessenheit geraten. Einiges können wir aber wieder in die heutige Zeit adaptieren und in unser Alltag integrieren. So auch das tägliche Kopfhautbürsten mit einer geeigneten Bürste.

Wie Du deine Haare richtig bürstest

Am besten bürstest du deine Haare morgens nach dem Aufstehen. Die Haare werden trocken gebürstet. Setze die Bürste mit der einen Hand breitflächig (alle Borsten berühren gleichmässig die Kopfhaut) die Borsten sollen nicht abgekippt werden, mittig auf dem Nackenhaaransatz an. Bürste mit gleichmäßigem, sanftem Druck vom Nacken bis zum höchsten Punkt des Kopfes, gegen die Wuchsrichtung deiner Haare. Die elektrostatische Aufladung wird durch das Nachgreifen der freien Handfläche gemindert.

Führe die Bewegung, wie oben beschrieben, 5x von der Mitte der Nackenpartie, 5x von links und 5x von rechts, bis zum höchsten Punkt des Kopfes aus.

…von den Ohren zur Kopfmitte…
…auf beiden Seiten je 5x

…und von der Stirn bis zum Wirbel 5x.

Durch diese Art des Bürstens und Pflegens kommt dein Körper in Schwung! Zudem entsteht so Glanz und ein natürliches Volumen. Erst durch die tägliche Anwendung wird das Haar optimal gepflegt und dein allgemeines Wohlbefinden gesteigert. Ähnlich wie bei den Fußreflexzonen finden sich auch alle Organpunkte durch Nervenden auf der Kopfhaut wieder, welche ebenfalls durch die Massagewirkung angeregt werden.

Reinigung und Pflege Ihrer Bürste

Deine Haarbürste solltest du spätestens nach einigen Tagen säubern, da die Bürste sehr viel aufnimmt: Salze, überschüssiges Fett, Spray, Staub und Schmutz. Es wäre also nicht ratsam, die frisch gewaschenen Haare mit einer schmutzigen Bürste zu pflegen.
Manchmal kann es auch nötig sein, die Bürste einmal extra zu reinigen:
Entferne dazu alle Haare und reinige sie mit Shampoo (ohne Silikone) und spühle sie mit handwarmem, klarem Wasser nach. Trockne die Bürste nur an der Luft – nie auf der Heizung! Ausklopfen und mit der Borstenseite nach unten auf einem Handtuch trocknen lassen, damit kein Wasser in den Griff sickert.
Das Holz der Bürste kannst du ab und zu mit Bienenwachs oder Olivenöl einreiben.

So hast du lange Freude an deiner Haarbürste!


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